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Mit Kindern lachen hält uns (und unseren Nachwuchs) gesund

Lachen ist gesund und hat viele positive Auswirkungen auf unser Leben, unseren Körper und unseren Geist. Es scheint aber so, dass wir das Lachen verlernen, je älter wir werden. Kinder lachen pro Tag 200 – 400 Mal, während Erwachsene es nur auf durchschnittlich 15 Mal bringen.

Was sagt die Wissenschaft zum Thema Lachen?

Die Auswirkungen des Lachens werden weitreichend erforscht. Es gibt sogar einen eigenen Forschungszweig, der sich nur mit dem Lachen auseinandersetzt. Die Gelotologie wurde in den 1960er Jahren durch William F. Fry an der Stanford-University begründet. Hier untersuchte Fry erstmals die Auswirkungen des Lachens auf die körperlichen Vorgänge. Inzwischen gibt es weltweit zahlreiche Studien zum Thema, in denen die Auswirkungen des Lachens auf verschiedene Bereiche untersucht werden.

Diese Studien belegen, dass Lachen einen positiven Einfluss auf das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System, aber auch unsere Psyche haben kann. Die Untersuchten zeigen außerdem, dass es nicht wichtig ist, ob wir lachen, weil wir etwas tatsächlich witzig finden oder ob wir das Lachen nur vortäuschen.

Was passiert, wenn wir lachen?

An einem Lachen sind in unserem Körper bis zu 300 Muskeln beteiligt. Allein im Gesicht bewegen sich 17 Muskeln für ein herzhaftes Lachen. Neben der reinen Aktivität der Muskeln werden zahlreiche andere Prozesse im Körper durch ein Lachen aktiviert. Der Sauerstoffgehalt im Blut sowie der Puls erhöhen sich, was dazu führt, dass unser Gehirn und unsere Muskeln mit einer extra Portion Sauerstoff versorgt werden. Gleichzeitig werden Glückshormone (Endorphine) ausgeschüttet und Stresshormone (z. B. Adrenalin) unterdrückt, der Blutdruck wird gesenkt und das Schmerzempfinden gedrosselt. Lachen ist in seiner Wirkung auf den Körper vergleichbar mit Sport, nur mit weniger Muskelkater – außer vielleicht im Bauch.

Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst allein.

Ella Wheeler Wilcox

Lachen im Umgang mit Anderen

Es muss gar nicht immer ein herzhaftes Lachen sein. Auch ein einfaches Lächeln hat schon einen positiven Einfluss auf uns, aber auch auf unser Gegenüber. Ein Lächeln kann als Begrüßung eingesetzt werden, als Dankeschön, als ein Ausdruck von Verständnis oder auch als eine schüchterne Reaktion auf ein Kompliment. In jedem Fall erscheint man durch ein Lächeln sympathischer, offener und es fördert die Authentizität. Es fällt uns leichter, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, wenn wir lächeln oder gemeinsam herzhaft über Witze oder eine lustige Begebenheit lachen.

Mit Kindern lachen

Des öfteren haben wir im Blog schon darüber geschrieben, dass Eltern als Vorbild für ihre Kinder dienen sollten. In diesem konkreten Fall ist es vielleicht eher anders herum. Wie wir einführend schon geschrieben haben, lacht ein Kind im Schnitt etwa 20 Mal häufiger als ein Erwachsener. Nehmen Sie sich ein Beispiel daran. Lachen Sie auch über die kleinen Dinge im Leben und lachen Sie ungeniert. Vor allem aber: lachen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern! Lachen verbindet. Sie zeigen so, dass Lachen okay ist und verhindern, dass sich Ihr Nachwuchs das Lachen abgewöhnt. Ihrem Kind das Lachen zu erhalten, ist wohl eines der wertvollsten Geschenke, das Sie ihm mit auf den Lebensweg geben können.

Auch oder gerade in Situationen, in dem Ihrem Nachwuchs nicht nach Lachen zumute ist, kann genau das oder auch nur ein Lächeln wahre Wunder bewirken. Unser Gehirn lässt sich hier ganz leicht täuschen und auch ein erzwungenes Lächeln hat ähnlich positive Auswirkungen wie ein ganz natürliches Lachen. Wenn Sie es also schaffen, Ihre Kinder auch in Zeiten schlechter Laune zum Lachen zu bringen, vergeht diese unter Umständen ganz von selbst oder ist zumindest einfacher zu ertragen.

Lachen und Achtsamkeit

Achtsamkeit hilft, im Hier und Jetzt zu sein und damit, den Augenblick zu genießen. Diese Tatsache geht Hand in Hand mit der Möglichkeit, mehr, frei und ungeniert zu lachen. Wir müssen uns keine Gedanken machen, was andere über uns denken, wir leben in der Situation nicht in der Vergangenheit und konzentrieren uns auf die Dinge, die uns glücklich machen. Gleiches lernen auch Kinder durch Meditation. In der BuddhaBoo-App gibt es sogar spezielle Einheiten, die das Lächeln in die Übung einbeziehen und so die positiven Wirkungen des Lachens und von Meditation und Achtsamkeit verbinden. Die Kinder erforschen dabei direkt, wie gut sich ein Lächeln im Körper anfühlen kann.

Published inFamilieGesundheit