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Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen – mit Meditation Ängste abbauen

Ängste bei Kindern gehören dazu – sie erleben Abenteuer und entdecken die Welt, da ist es normal verschiedene Angstphasen zu durchleben. Bei ihrer lebhaften Fantasie kommt es nicht selten vor, dass mal ein Monster unter dem Bett vertrieben werden muss. Anders einzustufen sind jedoch Angststörungen, welche ernsthaft psychische Erkrankungen darstellen. 

Nach den Erhebungen des Robert Koch-Instituts zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sind rund 10 % von ihnen in Deutschland von einer akuten Angststörung betroffen. Angststörungen gehören damit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in diesem Alter.

Bei Kindern sind Angststörungen meist schwer zu diagnostizieren, da sie ihre Ängste oft nicht kommunizieren. Eine solche Erkrankung muss dann über das Verhalten des Kindes herausgefunden werden.

Ursachen sind oft im familiären Umfeld zu finden. Dies muss jedoch nicht zwingend der Grund einer Angststörung sein. Auch Trennungen, Todesfälle oder eine eigene Erkrankung können Auslöser sein. Mediziner gehen außerdem von einer genetischen Veranlagung aus, die Angststörungen begünstigt.

Störungsbilder und Symptome

Akute Angst besteht immer aus drei Komponenten: den körperlichen Symptomen, den Gedanken und dem Verhalten.
Körperliche Symptome können bei Angststörungen ganz verschieden aussehen, von Herzrasen, über Schweißausbrüche, bis Atemnot, kann alles auftreten. Gerade auch bei Kindern kann selbstverletzendes Verhalten oder zwanghafte Verhaltensweisen auftreten – andere nässen sich selbst ein. Insgesamt besonders oft betroffen sind vor allem sensible Kinder. Unterschieden werden kann dabei unter anderem noch zwischen generalisierter Angststörung, Phobien und Trennungsangst.

Generalisierte Angststörung 
Eine generalisierte Angststörung gehört zur Gruppe der psychischen Erkrankungen – mehr als 3 Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter. Sie umfasst anhaltende und kontrollierbare bzw. übersteigerte Sorgen in mehreren Lebensbereichen. Bemerkbar macht sie sich durch Symptome, wie Gefühle der Anspannung, eine ängstliche Erwartungshaltung sowie das Bedürfnis nach Rückversicherung. Außerdem typisch sind Schlafstörungen, Schwindel, innere Unruhe oder Herzrasen. Betroffene weisen oft ein niedriges Selbstwertgefühl auf, haben ein negatives Selbstbild und neigen zum Grübeln und zu Vermeidungsverhalten.

Phobien  
Phobien sind unangemessene, dauerhafte und ausgeprägte Angstreaktion gegenüber bestimmten Situationen, Objekten oder Tieren. Diese sind  in der Regel harmlos und ungefährlich. Bei Phobien kommt es zu unmittelbaren Angstreaktionen, wenn die betroffenen Kinder bzw. der Jugendlichen mit dem phobischen Reiz konfrontiert werden.

Trennungsangst
Trennungsangst ist die unrealistische, aber trotzdem anhaltende Sorge über die Trennung von Eltern oder Bezugspersonen. Körperlich wahrnehmbar ist sie typischerweise in Form von Bauch-und Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Die Beschwerden klingen ab, wenn die Trennung nicht eintritt – kommt es jedoch dazu, wird die Trennung unter starker Angst ertragen.

Bei Verdacht einer vorliegenden Angststörung bei einem Kind sollte sich unbedingt an einen Kinderarzt gewendet werden. Die Beurteilung und ggf. Behandlung sollte in diesen Fällen durch einen psychiatrischen Kinderarzt oder Kindertherapeuten stattfinden.

Wie Meditation und Fantasiereisen Angststörungen vorbeugen können

Als Eltern ist es wichtig auf kindliche Ängste stets mitfühlend zu reagieren.
Ein Weg seinen Ängsten entgegen zu treten und die Verarbeitung von Gefühlen zu verändern, können Meditation und Fantasiereisen sein. Während einer Angst können durch Meditation der Blutdruck und Puls wieder gesenkt und so weit beruhigt werden, dass es nicht zu einer Panikattacke kommt. Bei regelmäßiger Meditation kann das Chaos im Kopf beseitigt werden und so längerfristig Ängsten entgegengewirkt werden. 

Am besten ist es dabei am Abend zu meditieren, da man dann am besten abschalten kann und der Tag hinter einem liegt. Ob liegen oder sitzen, ist ganz egal, hauptsache man findet in eine entspannte Stimmung. Zehn Minuten Meditation können schon völlig ausreichend sein. Ergänzt werden kann dies gut durch ein Sorgentagebuch, in dem negative Gedanken aufgeschrieben werden und so negative Gefühle losgelassen werden können. Auch verschiedene Atemübungen können helfen die Kontrolle zu bewahren und negatives loszulassen. In unserer BuddhaBoo App gibt es zum Beispiel verschiedene Meditationen und Übungen passend zu bestimmten Emotionen oder allgemein zum Loslassen und Entspannen.

Ein weiterer hilfreicher Weg kann die Angstbewältigung mit Fantasie sein. Fantasiereisen sind phantasievolle und phantasieanregende Geschichten zum Träumen und Entspannen. Mit ihnen wird die eigene Achtsamkeit und Konzentration nach innen gelenkt, indem man eine kleine Reise durchlebt, die Kraft spenden und positive Gedanken und Gefühle hervorbringen soll. Fantasiereisen wirken dabei sofort bei der Durchführung. Die eigene Wahrnehmung wird erhöht und die entspannende Wirkung hilft präventiv zum Erhalt der Gesundheit. Das Ziel ist es persönliche Fragen zu klären und das Alltagsbewusstsein zu verringern, also die eigenen Probleme aus einer erweiterten Sicht erscheinen zu lassen. Gleichzeitig werden Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gestärkt. Aufgrund ihrer Wirkung werden Fantasiereisen oft auch in der Verhaltens- und Schmerztherapie eingesetzt. Sie können also helfen Ängste wahrzunehmen und Problemlösungen dafür zu finden.

Dies sind meist allerdings nur gute Möglichkeiten einer Angststörung vorzubeugen –  wer ernsthaft unter einer psychischen Erkrankung leidet sollte sich dennoch unbedingt ärztliche Hilfe suchen!

Vielleicht kann die BuddhaBoo App dabei ja täglicher Begleiter und eine Hilfe werden euren Kindern mehr Ruhe und Ausgeglichenheit in den Alltag zu integrieren.

Published inFamilieGesundheitMeditation hilftUnkategorisiert